Jung Stadtkonzepte in Veränderung

Viele haben es unmittelbar mitbekommen: Rüdiger Wagner musste im vergangenen Jahr als Partner und Büroleiter bei Jung Stadtkonzepte ausscheiden. Wir blicken gemeinsam auf fast 20 Jahre enge Zusammenarbeit, zahlreiche Höhen und Tiefen und jede Menge sehr erfolgreicher Projekte zurück. Freundschaftlich bleiben wir immer verbunden.

Jung Stadtkonzepte geht als „Soloprojekt“ weiter.

Reduziertes Team, mehr Netzwerk freier, projektbezogener und berufserfahrener Kollegen, weniger Planung, mehr Unternehmensberatung. Bodo Wirtz bleibt als langjähriges, starkes Kontinuum für Kommunikationsdesign. Neu kommt eine intersivere Zusammenarbeit mit Render-Haven in Sachen Visualisierung und Mediengestaltung hinzu und es gibt wieder etwas mehr Nähe zur Architektur.

mein Herz hängt weiterhin an Strategien für Veränderung.

Rückblickend auf nunmehr fast 30 Jahre Jung Stadtkonzepte bleiben die Transformationsprozesse der Fokus, ob unter öffentlicher Beobachtung oder „inkognito“ im Hintergrund. Meine Kunden sind weiterhin die engagierten kommunale Unternehmen sowie Unternehmen des Mittelstands, die mit neuen Produkten und Dienstleistungen die Fortentwicklung von Quartieren bereichern.

Unternehmen aus Energie- und Mobilitätswirtschaft sowie der Bau- und Immobilienbranche waren immer mein Ding bei Jung Stadtkonzepte. Unternehmerisches Denken gepaart mit einem zielgerichteten Zusammenwirken versierter Akteure in Kommunen, die – falls nötig – auch mal die Opposition zu etablierten Strukturen nicht scheuen: Das waren immer die Zutaten für Lieblingsprojekte in Planung und Prozessbegleitung. Oftmals steinige, kräftezehrende Projekte – aber immer lohnend und menschlich bereichernd.

Ich werden zukünftig weniger Projekte machen und die Themen selektieren.

Von kommunalen Basics, wie ISEKs oder auch KfW-432 verabschiede ich mich. An öffentlichen Ausschreibungen beteiligte ich mich nur noch in Ausnahmefällen auf Nachfrage und mit Aussicht auf ein spannendes Projekt und spannende Menschen. Meine langjährige und recht besondere Schnittstellerfahrung, die sich über die interdisziplinäre Arbeit „eingelagert“ haben, werde ich nun verstärkt in der Rolle als Seniorberater und Moderator verfügbar machen. Die Gemengelage aus Energiewirtschaft, Mobilität, Klimaresilienz und Verfahrenskultur in der städtebaulichen Projektentwicklung waren stets ein Kern und ein Fundus von Jung Stadtkonzepte. Das gilt besonders für die langfristigen Quartiersentwicklungen in KfW-432 und die Modellprojekte für Wohnsiedlungen. Meine in der Sennestadt begonnene Beschäftigung mit dem seriellen und modularen Holzbau für die Stadtentwicklung wird intensiver – so viel sei verraten.